Sachsen-Gotha-Altenburg
 
Geschichte bis 1815/20
Die 976 erstmals urkundlich erwähnte Altenburg im Pleißnerland war seit 1328 im Besitz der Wettiner und fiel 1485 an die ernestinische Linie des Hauses. Von 1603 bis 1672 war Altenburg Hauptstadt des durch Teilung von Sachsen Weimar begründeten Fürstentums Sachsen-Altenburg, zu dem die Gebiete Altenburg, Coburg, Hildburghausen, Meiningen und Römhild gehörten.
Das 775 erstmals erwähnte Gotha fiel 1247 an die Wettiner Markgrafen von Meißen und war vom 13. bis zum 15. Jahrhundert Mainzer Lehen. Bei der Neuverteilung der ernestinischen Güter des Hauses Wettin 1640 fiel Gotha als eigenes Herzogtum an Ernst den Frommen (1601-1675). Es umfasste Stadt und Amt Gotha, die Ämter Tenneberg, Reinhardtsbrunn, Georgenthal, Zella, Wachsenburg, Volkenroda und Tonna sowie den unter gothaischer Oberhoheit stehenden Teil der Grafschaft Gleichen. 1660 kamen das Amt Themar als Teilerbe der Grafschaft Henneberg, 1663 die Herrschaft Kranichfeld und schließlich 1672 der größte Teil des Altenburger Erbes hinzu.
Nach dem Tod Herzog Ernst des Frommen 1675 und Aufteilung des Besitzes unter seinen sieben Söhnen im Jahre 1680 begründete der älteste Sohn Friedrich I. (1646-1691) die Linie Sachsen-Gotha-Altenburg mit der Hauptstadt Gotha. Zum Staatsgebiet gehörten zunächst die Gebiete um Gotha und Altenburg. 1685 führte Friedrich I. die Primogeniturerbfolge ein, um weitere Teilungen zu verhindern. Nach dem Tod von Friedrichs Bruder Christian (1653-1707) kamen Sachsen-Eisenberg und nach dem Tod von Friedrichs Bruder Heinrich (1650-1710) ein Drittel von Sachsen-Römhild hinzu, welches bis 1826 von Sachsen-Gotha-Altenburg und Sachsen-Meiningen gemeinsam verwaltet wurde. Im Jahre 1806 trat Sachsen-Gotha-Altenburg dem Rheinbund bei.

Altenburg, Merian, 1650


Gotha, 1588


Gotha, Merian, 1690