Sachsen
 
Geographie/Topographie
Für das Königreich Sachsen wird 1815 eine Fläche von 271 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 15.182km².
Das Land umfasst den größten Teil des Erzgebirges, das seinen Namen von den für die sächsische Geschichte wichtigen Silbervorkommen trägt. Westlich schließt sich das sächsische Vogtland an, benannt nach dem Territorium der Vögte von Weida. Im Osten liegt das Elbsandsteingebirge, welches als "Sächsische Schweiz" berühmt geworden ist. In Mittelsachsen befinden sich das Mittelsächsische Bergland und die lößbedeckte, sehr fruchtbare sogenannte Lommatzscher Pflege. Östlich der Elbe schließt sich die Oberlausitz an. Im Norden liegt ein Tieflandstreifen, der sich nur im Gebiet der "Leipziger Bucht", auch Leipziger Land genannt, in südlicher Richtung erweitert.
Die höchste Erhebung des Landes ist der erzgebirgische Fichtelberg, der 1.214 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Bedeutendster und einzig schiffbarer Fluss des Königreichs ist die Elbe, zu deren System fast alle Wasserläufe des Landes gehören, mit Ausnahme eines schmalen Streifens entlang der Neiße. Ungefähr ein Viertel des Landes ist bewaldet.
Das Klima der höheren Gegenden des Erzgebirges ist zum Teil sehr rau, das Gebiet um den Fichtelberg wird aus diesem Grund als "Sächsisch Sibirien" bezeichnet. Die niedrigeren Gegenden Sachsens sind mild und gesund.

Karte des Königreichs Sachsen, um 1850