Preußen
 
Geographie/Topographie
Für das Königreich Preußen wird 1815 eine Fläche von 3.369 Quadratmeilen für die Gebiete innerhalb des Deutschen Bundes und 5.091 Quadratmeilen für das Gesamtgebiet inklusive der Provinzen Posen, Ostpreußen und Westpreußen sowie Neuenburg (Neuchâtel) angegeben. Der GIS-Wert für die Gebietsteile innerhalb des Deutschen Bundes beträgt 181.909km² und für Gesamtpreußen 273.796km² (1820). Nach Österreich bildet Preußen das zweitgrößte Land des Deutschen Bundes.
Preußen teilt sich in zwei getrennt voneinander liegende Gebiete. Der größere östliche Teil umfasst die Provinzen Brandenburg, Provinz Sachsen, Pommern, Posen, Schlesien, Westpreußen und Ostpreußen. Der westliche Teil die Provinzen Niederrhein, Jülich-Kleve-Berg und Westfalen.
Der Großteil des Landes gehört dem norddeutschen Flachland an.
An größeren Gebirgszügen liegen im östlichen Teil die Sudeten, im mittleren Teil Harz und Thüringer Wald und im westlichen Teil das Rheinische Schiefergebirge. Neuenburg wird vom Jura durchzogen. Höchste Erhebung ist die 1.603m hohe Schneekoppe im schlesischen Riesengebirge, dem höchsten Teil der Sudeten.
Der östliche Teil Preußens liegt mit einer Küstenlänge von 869km an der Ostsee, der westliche ist Binnenland. Die größte Insel ist Rügen. Zudem finden sich an der preußischen Ostseeküste mit Kurischem Haff, Frischem Haff und Pommerschem Haff drei Süßwasser-Seen, die vom Meer nur durch schmale Landstriche getrennt sind.
Den preußischen Staat durchfließen sechs große Ströme, im östlichen Teil sind dies Weichsel, Memel, Oder und Elbe, im westlichen Teil Weser und Rhein.
Das Klima ist insgesamt gemäßigt, in den Ostseegebieten feucht und veränderlich und in den Gebirgsgegenden etwas rauer.

Berlin: Blick vom Kreuzberg, 1829


Köln: Rheinufer, 1872


Erfurt: Gesamtansicht, um 1850


Greifswald: Hafen, vor 1810