Provinz Sachsen
 
Geographie/Topographie
Für die Provinz Sachsen wird 1821 eine Fläche von 461 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 25.318km².
Der größere nördliche Teil der Provinz Sachsen gehört zum Norddeutschen Tiefland und bietet den fruchtbarsten Boden Preußens, der Süden ist gebirgig. Moore sind westlich der Elbe der Drömling an der Aller und Ohre und das Halberstädter Bruch zwischen Bode und Ocker und östlich der Elbe das Fiener Bruch im Süden von Genthin. Zu den eher hügeligen Gebieten gehören ein Teil des Fläming und die Hellberge bei Zichtau in der so genannten Altmärkischen Schweiz sowie der Landsberg südwestlich von Stendal. Vom Harz liegen im Gebiet der Provinz Sachsen der Brocken, der mit einer Höhe von 1142m gleichzeitig die höchste Erhebung ist, sowie die Roßtrappe und der Auerberg mit der Josephshöhe. Im Süden des Harzes bildet das Tal der Helme (die Goldene Aue) die Grenze zu den Gebirgszügen Thüringens. Der exklavierte Kreis Schleusingen liegt mitten im Thüringer Wald. Hauptfluss der Provinz ist die Elbe. Von Osten her fließen ihr Schwarze Elster, Ehle, Ihle und Havel zu, westlich Mulde, Saale, Ohre, Tanger und Aland. Die Gewässer an der äußersten Süd- und Westseite fließen der Weser zu, darunter Werra, Leine, Aller und Ilse. Bedeutende Seen sind der Arendsee in der Altmark und der Süße See bei Eisleben.
Das Klima ist am mildesten an Saale und Elbe im Regierungsbezirk Merseburg, am rauesten im Gebirge.

Halle an der Saale, 1848


Stendal in der Altmark, um 1860


Wernigerode im Harz, um 1840