Reuß ältere Linie (Reuß-Greiz)
 
Territoriale Entwicklung ab 1914/Kulturerbe
Als in Greiz am 10. November 1918 die Abdankung des Kaisers bekannt wird, fordern Demonstranten die Abschaffung der Monarchie, den Rücktritt der Regierung, die Einsetzung eines Arbeiterrates und die Umwandlung des Landes in eine sozialistische Republik. Am 11. November 1918 bildet sich unterstützt durch die Räte in Reuß jüngere Linie auch in Reuß-Greiz ein Arbeiter- und Soldatenrat. Heinrich XXVII. Reuß Jüngere Linie (1892-1918) dankt nun auch für Reuß-Greiz ab.
Der am 17. April 1919 aus beiden reußischen Staaten gebildete Volksstaat geht mit Inkrafttreten des Gemeinschaftsvertrags am 4. Januar 1920 im neugeschaffenen Land Thüringen mit der Hauptstadt Weimar auf.
Heute ist der „Landkreis Greiz" einer der 23 Landkreise und kreisfreien Städte des Bundeslandes Thüringen. Mit einer Fläche von 844km² ist der Landkreis mehr als doppelt so groß wie das historische Fürstentum und umfasst neben dem ehemaligen Reuß-Greiz auch die Gebiete um Weida, die zu Sachsen-Weimar-Eisenach gehörten.
Im Untergreizer Schloss wird 1929 das Heimatmuseum eröffnet, welches in historischen Innenräumen die Geschichte des Hauses Reuß ältere Linie in Verbindung mit der Entwicklung der Stadt Greiz erläutert.
Im Obergreizer Schloss befindet sich das Staatsarchiv.
Das "Museum Schloss Burgk" präsentiert in den historischen Räumen herrschaftliche Kunst- und Gebrauchsgegenstände.

Greiz: Alte Wache, 2004


Schloss Burgk: Historischer Innenraum, 2004