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Territoriale Entwicklung ab 1914/Kulturerbe |
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Im November 1918 wird in Bayern die Republik ausgerufen und der König am 8. November 1918 für abgesetzt erklärt. Ludwig III. (1845-1921) verweigert die Abdankung und geht außer Landes. Die Bamberger Verfassung vom 15. September 1919 bestimmt Bayern als Freistaat. Nach einer Volksabstimmung kommt 1920 das ehemals zu Sachsen-Coburg und Gotha gehörende Coburg zu Bayern. 1933 bis 1945 übernimmt ein nationalsozialistischer Reichsstatthalter die Regierungsgeschäfte. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs gehört der Großteil Bayerns der amerikanischen Besatzungszone an, Lindau und die Pfalz werden jedoch der französischen Besatzungszone zugeteilt. 1946 wird die Pfalz endgültig von Bayern getrennt und dem Land Rheinland-Pfalz angegliedert. Lindau hingegen kommt 1956 zu Bayern zurück. 1949 lehnt der bayerische Landtag das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland als einziger ab. Gleichzeitig beschließt er, dass das Land bei Annahme des Grundgesetzes in zwei Dritteln der westdeutschen Länder dessen Rechtsverbindlichkeit für Bayern anerkennen würde und geht somit am 23. Mai 1949 als Bundesstaat in der Bundesrepublik Deutschland auf. Heute ist Bayern mit einer Fläche von 70.549km² das größte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland und hat Ende 2003 rund 12,5 Millionen Einwohner. Landeshauptstadt ist München. Das 1983 eingerichtete Haus der Bayerischen Geschichte mit Verwaltungssitz in Augsburg widmet sich mit Ausstellungen in allen bayerischen Landesteilen der bayerischen Geschichte. Das ehemalige Münchner Residenzschloss wird heute ebenso wie Schloss Nymphenburg überwiegend für repräsentative Zwecke, Konzerte und Ausstellungen genutzt. Die von Ludwig I. eingerichteten Kunstsammlungen in der Glyptothek, der neuen und der alten Pinakothek sind bis heute der Öffentlichkeit zugänglich. Der Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg schwer zerstörten Deutschen Museums dauert bis 1967 an. Die 1811 erbaute bayerische Staatsoper wird 1943 durch Bomben zerstört, aber nach Ende des Krieges originalgetreu wieder aufgebaut. Die ehemalige fürstbischöfliche Residenz in Würzburg, die südbayerische Wieskirche und die Stadt Bamberg zählen seit 1981, bzw. 1983 und 1993 zum Weltkulturerbe der UNESCO.
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