|
|
1944 wird die Provinz Sachsen aufgelöst. Aus den Regierungsbezirken Magdeburg und Merseburg werden die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg gebildet und der Regierungsbezirk Erfurt wird dem Reichsstatthalter von Thüringen unterstellt.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges werden die Provinzen Magdeburg und Halle-Merseburg am 23. Juli 1945 innerhalb der sowjetischen Besatzungszone mit Anhalt zu einer Provinz vereinigt. Gemeinsam bilden sie das am 6. Oktober 1947 gegründete Land Sachsen-Anhalt mit der Hauptstadt Halle. Der Regierungsbezirk Erfurt wird in das neugebildete Land Thüringen integriert und die Stadt Erfurt zu dessen Hauptstadt ernannt. Nach Auflösung des Landes Sachsen-Anhalt 1952 werden die Gebiete der ehemaligen Provinz Sachsen auf die Bezirke Halle und Magdeburg aufgeteilt. Mit dem Beitritt der Länder der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland entsteht das Land Sachsen-Anhalt am 3. Oktober 1990 wieder neu. Landeshauptstadt wird Magdeburg.
Das ehemalige Kaiser-Friedrich-Museum in Magdeburg widmet sich heute als Kulturhistorisches Museum der Stadt und der Region. Die Stadt Halle hat bis heute ihre Position als bedeutender Bildungs- und Forschungsstandort bewahren können und beherbergt nach wie vor die Universität, seit 1933 Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, die Franckeschen Stiftungen, die Leopoldina sowie zahlreiche neue wissenschaftliche Einrichtungen. 1993 werden die Luthergedenkstätten Wittenberg und Eisleben in die Weltkulturerbeliste der UNESCO aufgenommen, 1994 auch die Stadt Quedlinburg.
|
|