Anhalt-Bernburg
 
Geschichte bis 1815/20
Die Linie Anhalt-Bernburg trägt den Namen der 1138 erstmals erwähnten und nach dem anhaltischen Geschlecht der Beringer benannten Bernburg an der unteren Saale. Die ältere Linie entstand 1252, ging aber 1468 an das Fürstentum Anhalt-Köthen. Die jüngere Linie entstand 1603. Sie erhielt die Ämter Ballenstedt, Hecklingen, Plötzkau, Hoym, Gernrode, Harzgerode und Bernburg. Hiervon spaltete sich 1630 die Linie Anhalt-Bernburg-Harzgerode ab, die aber nur bis 1709 bestand. 1707 bis 1812 existierte die eigenständige Linie Anhalt-Bernburg-Schaumburg (-Hoym). 1793 wurden aus dem Erbe von Anhalt-Zerbst die östlichen Ämter Coswig und Mühlingen erworben. Am 17. April 1806 erhob Kaiser Franz II. (1768-1835) das Fürstentum Anhalt-Bernburg zum Herzogtum. Am 18. April 1807 trat Anhalt-Bernburg dem Rheinbund bei. Als letzte Gebiete wurden 1809 die Deutschordenskommende Buro und 1812 das Amt Hoym hinzugefügt.

Bernburg, Merian, 1650