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Das 913 erstmals erwähnte Kassel wurde vermutlich von den Konradinern gegründet und leitet seinen Namen vom lateinischen "castellum" (Festung, Burg) ab. Im Jahre 1277 wurde es Sitz der Landgrafen von Hessen.
Bei der Teilung der Landgrafschaft Hessen 1567 unter Philipp dem Großmütigen (1504-1567) erhielt dessen ältester Sohn, Wilhelm IV., der Weise (1532-1592), etwa die Hälfte Hessens mit Kassel als Residenz. 1583 erwarb er von Hessen-Rheinfels die Niedergrafschaft Katzenelnbogen und gewann 1584 von den Grafen von Henneberg die Herrschaft Schmalkalden hinzu. Nachdem Landgraf Moritz der Gelehrte (1572-1632) zum Calvinismus übergetreten war, kam es zum hessischen Erbfolgestreit zwischen den Linien Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel um die Gebiete Hessen-Marburgs. Im Ergebnis behielt Hessen-Kassel 1648/50 den östlichen Teil Hessen-Marburgs mit Marburg und gewann endgültig das Fürstentum Hersfeld. Zuvor hatte es 1647/48 die Grafschaft Schaumburg erworben. 1736 fiel die Grafschaft Hanau-Münzenberg an Hessen-Kassel.
Im Reichsdeputationshauptschluß von 1803 bekam Hessen-Kassel die Kurwürde zugesprochen.
1807 wurde es, da es nicht dem Rheinbund beigetreten war, von Frankreich besetzt und dem Königreich Westphalen mit Kassel als Hauptstadt einverleibt. 1813/15 wurde Hessen-Kassel wiederhergestellt und erhielt das Hochstift und spätere Großherzogtum Fulda als Ersatz für die an Nassau gefallene Niedergrafschaft Katzenelnbogen.
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