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Sachsen führt den Namen des germanischen Volksstammes der Saxones, der erstmals um 150 n.Chr. in einem Siedlungsgebiet nördlich der Elbe namentlich erwähnt wurde. Das Stammesherzogtum Sachsen entstand um 900 beim Zerfall des Fränkischen Reiches. Es umfasste die Gebiete Engern, Westfalen, Ostfalen und Nordalbingien; Heinrich der Löwe (um 1129-1195) dehnte das Herzogtum bis Mecklenburg und Vorpommern aus. 1423 fiel das mit der Kurwürde und dem Herzogtitel verbundene Territorium um Wittenberg an die Markgrafen von Meißen aus dem Hause Wettin. Seit 1547 lag die Kurwürde bei der albertinischen Linie des Hauses, benannt nach Herzog Abrecht, dem Beherzten (1443-1500). Die albertinische Linie besaß die Markgrafschaft Meißen, Teile des Osterlandes um Leipzig und Teile des nördlichen Thüringen. 1635 kamen Magdeburg, das allerdings bereits 1680 an Brandenburg fiel, und die Lausitz zu Sachsen. 1697 erwarb August der Starke (1670-1733) die polnische Königskrone, welche die sächsischen Kurfürsten bis 1763 in Personalunion halten konnten. 1806 wurde Sachsen Mitglied des Rheinbundes und von Napoleon I. (1769-1821) zum Königreich erhoben. 1813 kämpfte Sachsen in den Befreiungskriegen auf der Seite des in der Völkerschlacht bei Leipzig unterlegenen Napoleon. Vom Wiener Kongress (1814/15) wurde das Königreich Sachsen daraufhin um mehr als die Hälfte verkleinert; von ursprünglich 35.801km² fielen 20.841km² an Preußen. Die daraus entstandene Provinz Sachsen wird eines der reichsten Gebiete Preußens.
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