|
|
Für das Gründungsjahr 1834 wird eine Bevölkerungszahl von 908.478 angegeben. Bis 1855 steigert sich die Einwohnerzahl lediglich um 5% auf 1.025.642. In der zweiten Jahrhunderthälfte liegt der Bevölkerungszuwachs höher, so steigert sich die Einwohnerzahl bis 1905 um 47% auf 1.503.125.
In wirtschaftlicher Hinsicht bringt das vergrößerte Zollgebiet des Deutschen Zollvereins den thüringischen Staaten zunächst überwiegend Nachteile. Die thüringischen Waren werden auf den nun zugänglichen Märkten kaum benötigt, der bislang zollfreie Weg zu den Nordseehäfen ist bis zum Beitritt Hannovers 1854 unterbrochen und die Lebenshaltung wird wesentlich verteuert, da die Steuerbelastung enorm ansteigt. Da im salzreichen Thüringen Salz bislang steuerfrei war, wird insbesondere die Salzsteuer als große Belastung empfunden, und ihre Abschaffung eine der Hauptforderungen der Revolution von 1848/49. Insgesamt gesehen fördern die handelspolitischen Rahmenbedingungen jedoch die Integration des Wirtschaftsraumes Thüringen und führen zur intensivierten Zusammenarbeit der Einzelstaaten.
|
|