Reuß-Schleiz
 
Staats- und Regierungsform, Herrscherhaus
Das Fürstentum Reuß-Schleiz ist eine Monarchie.
Die regierenden Fürsten stammen aus der Reuß-Schleizer Linie des Hauses Reuß jüngere Linie. Seit dem 12. Jahrhundert nennen sich alle männlichen Mitglieder des Hauses Reuß Heinrich. Mit dem Geschlechtsvertrag von 1668 ist festgelegt, dass die ältere Linie bis Hundert zählt, während die jüngere Linie jedes Jahrhundert neu zu beginnen hat.
Seit 1784 regiert der 1806 zum Fürsten erhobene Heinrich XLII. (reg. 1784-1818), ihm folgt sein Sohn Heinrich LXII. (reg. 1818-1854). Mit Zusammenlegung der Fürstentümer Reuß-Schleiz, Reuß-Lobenstein und Ebersdorf sowie des Kondominats Fürstentum Gera zum Fürstentum Reuß jüngere Linie im Jahre 1848 wird Heinrich LXII. alleiniger Herrscher und nimmt später den Titel Fürst Reuß jüngere Linie an.
Die Landstände des Fürstentums Reuß-Schleiz setzen sich aus drei ritterschaftlichen und drei städtischen Deputierten zusammen. Sie haben beratende Funktion hinsichtlich der Gesetzgebung und der Steuerbewilligung. Zudem besteht bis 1848 eine „Gesamt-Ritter- und Landschaft" mit Sitz in Gera für Angelegenheiten im gemeinsamen Interesse aller Fürsten des Hauses Reuß jüngere Linie.

Das Wappen aller Linien des Hauses Reuß jüngere Linie


Schleiz: Stadtansicht mit Schloss im Hintergrund, 1900


Heinrich LXII. von Reuß-Schleiz, um 1818