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Bevölkerung/Wirtschaft/Verkehr |
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Im Gründungsjahr 1823 liegt die Einwohnerzahl der Landdrostei Stade bei 208.251. Bis 1864 hat sie sich um 45% auf 300.935 erhöht. Haupterwerbszweige der Landdrostei Stade sind Ackerbau und Viehzucht. Angebaut werden Weizen, Roggen und Gerste sowie Hafer, Bohnen, Rüben, Flachs und Hanf. Bedeutend sind Äpfel, Kirschen und Meerrettich aus dem Alten Land an der Elbe, die vor allem für den Export angebaut werden. In der Viehzucht ist die Rinderzucht herausragend. Zudem gibt es Pferdezucht, Schäfereien, Schweinezucht, eine bedeutende Gänsezucht und auf der Geest auch Bienenzucht. Der Viehbestand beläuft sich 1811 auf 47.562 Pferde, 126.903 Rinder, 237.844 Schafe und 71.211 Schweine. An der Nordseeküste und in der Elb- und Wesermündung ist der Fischfang von hoher Bedeutung, in den Seewatten wird Robbenschlag betrieben und Seemuscheln für die Kalkbrennerei gesammelt. Im produzierenden Gewerbe ragen die Fertigung von Hanfleinwand und Segeltuch sowie Leineweberei, Töpferei, Ziegelbrennerei und Branntweinbrennerei heraus. Bedeutend sind der Handel, der vor allem mit den Landeserzeugnissen betrieben wird, sowie die Seeschifffahrt. Hauptsitze der Handelstätigkeit sind die Seehäfen Geestemünde und Blumenthal. Chausseeverbindungen bestehen 1848 ausgehend von der Hauptstadt Stade aus nach Norden, die Küste entlang bis Geestemünde sowie nach Oldenburg in Oldenburg, Bremen und Harburg in der Landdrostei Lüneburg. Eisenbahnstrecken sind rar. Seit 1847 verläuft die Strecke Bremen-Hannover, die 1862 bis Bremerhaven verlängert wird, durch Stader Gebiet. Die Hauptstadt Stade wird erst in preußischer Zeit 1881 über die Verbindung Hamburg-Cuxhaven an das Eisenbahnnetz angebunden. Schiffbare Wasserstraßen sind neben Weser und Elbe Hamme und Oste, die seit 1790 durch den Hamme-Oste-Kanal verbunden sind, sowie Wümme und Aller. Seehäfen sind Geestemünde, das 1847 Freihafen wird, und Blumenthal. Einen Binnenhafen gibt es in Bremervörde an der Oste.
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