Reuß ältere Linie (Reuß-Greiz)
 
Kultur und Bildung
Im Fürstentum Reuß ältere Linie scheitert 1876 der Entwurf eines Volksschulgesetzes letztendlich daran, dass der Landtag einem von Fürst Heinrich XXII. geforderten „im Schulfach bewanderten Theologen" als Landesschulinspektor nicht zustimmt. Da es zu keinem weiteren Versuch kommt, ein Volksschulgesetz zu verabschieden, bleibt es bei einem unübersichtlichen Zustand des Schulwesens in Reuß-Greiz. Zudem bleibt die Abhängigkeit von der Landeskirche bestehen, da das Schulwesen nicht nur in der oberen Instanz dem Konsistorium unterstellt, sondern auch in der Oberschulaufsicht von den kirchlichen Organen abhängig ist.
Neben den Volksschulen bestehen in Greiz ein Gymnasium mit Realschule, ein Schullehrerseminar und eine Webschule und in Zeulenroda eine Realschule mit Progymnasium.
Da Greiz die einzige thüringische Residenzstadt ohne Hoftheater ist, versucht das Bürgertum das Theaterwesen durch einen Verein zu beleben und baut 1874 das Tivoli-Theater, das als Gastspiel- und Laienbühne genutzt wird.

Greiz: Lyzeum, 2004


Greiz: Gymnasium, 2004