|
|
Bodennutzung und Landwirtschaft Im Herzogtum Anhalt-Köthen steht die Landwirtschaft im Mittelpunkt der wirtschaftlichen Produktion und hier vor allem der Obstanbau - berühmt sind die Borsdorfer Äpfel - und die Viehzucht, vornehmlich Rinder und Schafe. Der Viehbestand liegt 1831 bei 3.492 Pferden, 11.138 Rindern und 95.681 Schafen.
Bergbau Auf dem linken Elbufer finden sich Sand-, Kalk- und Gipssteinbrüche sowie Braunkohlevorkommen und an der Fuhne auch Torf.
Gewerbe und Industrie Im Jahre 1833 finden sich in Köthen eine Garnspinnerei, eine Lohgerberei, eine Leimsiederei und eine Wachsbleiche. In Roßlau ist eine Papiermühle angesiedelt, in Zerbst wird Bitterbier gebraut. 1837 werden bei Roßlau, 1851 bei Köthen Zuckerfabriken gegründet.
Handel Der Handel ist 1830 relativ unbedeutend, und legt den Schwerpunkt auf Landeserzeugnisse, besonders Getreide und Wolle. Durch den 1840 einsetzenden Eisenbahnverkehr wird er wesentlich gefördert.
Währung, Maße, Gewichte In Anhalt-Köthen rechnet man nach Reichstalern à 24 Gramm à 12 Pfennig im Wert des preußischen Courant. Am 19. Januar 1840 tritt das Herzogtum dem deutschen Münzverein bei. Es gelten die preußischen Maße und Gewichte.
|
|
|