Hessen-Kassel
 
Verkehr

Kunststraßen/Chausseen
Um 1850 existiert ein weitgehend auf die Landeshauptstadt Kassel bezogenes Straßennetz. Auch die vom Staatsgebiet abgetrennten Exklaven Schmalkalden und Schaumburg sind über Chausseen angebunden.

Eisenbahnen
Bereits 1833 wird in Kassel der "kurhessische Eisenbahnverein" gegründet, aber erst 1845 bei Grebenau im Fuldatal mit dem Bau der ersten Eisenbahnlinie, der nach dem Landesherrn benannten "Kurfürst Friedrich-Wilhelm-Nordbahn" begonnen.
Die 1848 fertiggestellte Nordbahn führt von Kassel über Bebra nach Eisenach und Leipzig. 1849 wird sie nach Warburg und Karlshafen und 1853 als Bergisch-Märkische Bahn in die preußische Provinz Westfalen weitergeführt.
1852 ist die Main-Weser-Bahn von Kassel über Marburg und Gießen nach Frankfurt am Main fertiggestellt.
Ab 1856 besteht eine Verbindung nach Hannover. Die kurhessische Provinz Fulda erhält erst in preußischer Zeit Eisenbahnanschluss.


Wasserstraßen
Schiffbahre Wasserstraßen in Hessen-Kassel sind die Weser im Norden und der Main im Süden, die 1850 jeweils eine Tragfähigkeit für Schiffe bis zu 199t befördern können. Die Werra ist 1850 für Schiffe bis zu 99t befahrbar. Die Fulda ist für die Schifffahrt kaum geeignet und wird erst in preußischer Zeit zumindest bis Kassel, ausgebaut.

See- und Binnenhäfen
Binnenhäfen befinden sich in Karlshafen an der Weser, in Witzenhausen an der Werra und in Hanau am Main.



Der Kasseler Hauptbahnhof, um 1900


Karlshafen an der Weser, um 1900