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Kunststraßen/Chausseen Um 1850 besteht ein gut ausgebautes und besonders dichtes Straßennetz, das überwiegend aus neuen Kunstraßen (Chausseen) besteht. Neben der Landeshauptstadt Dresden sind die Städte Bautzen, Leipzig, Chemnitz und Plauen Knotenpunkte in diesem Netz.
Eisenbahnen Zwei Jahre vor Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahnverbindung in Bayern regt 1833 der Nationalökonom und Mitinitiator des Deutschen Zollvereins Friedrich List (1789-1846) mit seiner Schrift "Über ein sächsisches Eisenbahnsystem als Grundlage eines allgemeinen deutschen Eisenbahnsystems und insbesondere über die Anlegung einer Eisenbahn von Leipzig nach Dresden" Leipziger Kaufleute zum Bau einer Eisenbahnverbindung zwischen der Handelsmetropole Leipzig und der Landeshauptstadt Dresden an. Mit breiter staatlicher Unterstützung wird der Bau vorangetrieben, so dass am 8. April 1839 die erste deutsche Fernverbindung eröffnet. Mit der von Johann Andreas Schubert (1808-1870) in der Maschinenbauanstalt Dresden-Übigau entwickelten "Saxonia" können die Dresdner am selben Tag die erste in Deutschland hergestellte Lokomotive bestaunen.
1842 folgt die Verbindung von Leipzig ins thüringische Altenburg, die 1845 bis Zwickau verlängert ist. Die Sächsisch-Schlesische Eisenbahn von Dresden über Bautzen und Löbau ins preußische Görlitz nimmt 1847 den Betrieb auf. Für die 1851 eröffnete Sächsisch-Bayerische Eisenbahn von Leipzig nach Hof müssen das Elstertal und das Göltzschtal überbrückt werden. So entstehen von 1845 bis 1850 die in Ziegelbauweise errichtete Göltzschtalbrücke und die Elstertalbrücke – beide waren für ihre Zeit ingenieurtechnische Meisterleistungen und sind bis heute nicht nur die größten Ziegelbrücken der Welt sondern nach wie vor verkehrstüchtig. Die Sächsisch-Böhmische Eisenbahn entlang des Elbtales verläuft 1851 von Dresden über Pirna und Schandau bis Schöna. Die 1852 eröffnete Dresdner Marienbrücke verbindet schließlich die Dresden-Leipziger und die Sächsisch-Schlesische mit der Sächsisch-Böhmischen Bahn. 1858 folgt die Erschließung des Erzgebirges mit der Linie Erla-Zwickau.
Bis 1866 ist Leipzig auf dem Schienenweg mit Berlin, Stettin, Magdeburg, Hannover, Hamburg, München, Prag, Wien und dem Rheinland verbunden.
Die unter sächsischer Staatsverwaltung stehenden Eisenbahnen haben Ende 1885 eine Länge von 1.799km (GIS-Wert).
Wasserstraßen Die bedeutendste natürliche Wasserstraße Sachsens ist die Elbe. 1837 beginnt dort die Dampfschifffahrt. Im Jahre 1850 befördert die Elbe Binnenschiffe mit einer Tragfähigkeit bis zu 400t. Bis 1903 wird die Elbe für eine Tragfähigkeit bis zu 3.000t ausgebaut.
See- und Binnenhäfen Die wichtigsten Binnenhäfen Sachsens sind 1850 die an der Elbe liegenden Häfen Riesa und Dresden.
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